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Was ist Osteoporose?
Wörtlich übersetzt heißt Osteoporose "poröser Knochen". Die Abnahme der Knochenmasse führt dazu, dass die Knochen an Stabilität verlieren.
Osteoporose ist also eine Krankheit, die mit einem Verlust von Knochensubstanz verbunden ist. Beim gesunden Erwachsenen halten sich Knochenneubildung und Knochenabbaurate die Waage. Bei der Osteoporose ist dieses ausgewogene Verhältnis gestört: Entweder wird zu wenig Knochen neu gebildet, oder der Knochen wird vermehrt abgebaut. Als Folge wird der Knochen porös und brüchig.
Was passiert bei Osteoporose?
Im fortgeschrittenen Stadium sind die Knochen so porös, dass bereits kleine Stürze, aber auch alltägliche Handgriffe wie das Heben eines schweren Eimers zu einem Knochenbruch führen können. Besonders anfällig für Brüche sind Wirbelkörper, Oberschenkelhals und Handgelenke. Ein Großteil der Wirbelkörperbrüche bleibt zunächst vom Betroffenen unbemerkt. Erst langfristig führen diese so genannten "stummen" Brüche bei den Betroffenen zu Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit. Eine sichtbare Spätfolge im Bereich der Brustwirbelsäule ist z.B. der Witwenbuckel. Er entsteht, wenn mehrere geschädigte Brustwirbelkörper einbrechen, weil sie der Belastung nicht mehr standhalten. Die Ursachen für die Entstehung der Osteoporose sind vielfältig. Bereits ab einem Alter von 35 Jahren verlieren die Knochen an Substanz. Aber auch erbliche Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen, Medikamenteneinnahme (z. B. Kortison) und falsche Ernährung gelten als Risikofaktoren.
Wer ist besonders gefährdet?
In Deutschland leiden etwa 7 Millionen Menschen an dieser Volkskrankheit. Die meisten von ihnen sind Frauen in und vor allem nach den Wechseljahren. Jede vierte Frau über 50 leidet heute an Osteoporose. Bei Frauen nach den Wechseljahren, also etwa nach dem 55. Lebensjahr, erhöht sich das Risiko noch einmal deutlich. Osteoporose muss so früh wie möglich erkannt und behandelt werden, damit Frakturen so effektiv und schnell wie möglich verhindert werden können. Zudem muss der weitere Abbau der Knochenmasse aufgehalten werden.
Was ist Knochen und warum ist die Knochenqualität so wichtig?
Der Knochen ist ein lebendes Gewebe, das aus einem Fasergerüst, gehärtet durch Kalzium, Phosphor und anderen Mineralien, besteht. Seine Struktur besteht aus kortikalem ("festem") und trabekulärem (porösem) Knochen. Der feste Knochen ist die äußere Schicht - eine starke dichte Struktur aus Gewebefasern. Innerhalb dieser äußeren Schicht befindet sich der schwammartige poröse Knochen.
Die Erneuerung des Knochens ist ein fortlaufender Prozess von Aufbau und Abbau und trägt so zur Knochenqualität bei. Dieser Aufbau-/Abbauprozess wird mit Hilfe von Zellen, den Osteoblasten und Osteoklasten, durchgeführt. Die Osteoklasten tragen den alten Knochen ab, um Platz für neuen Knochen zu schaffen. Anschließend wird durch die Osteoblasten, welche Knochengewebe bilden, neuer Knochen gebildet. Nach etwa dem 30. Lebensjahr, wenn die größte Knochenmasse erreicht wurde, führt der ständige Umbau des Knochens zu Knochenverlust, da nicht das gesamte abgebaute Knochengewebe ersetzt wird. Während jeder Umbauphase geht ein kleiner Teil Knochenmasse verloren, was dazu führt, dass die Knochen weicher und somit anfälliger für Brüche werden.
Eine Vielzahl von Faktoren tragen zur Knochenqualität bei, vor allem die Mikroarchitektur (die mikroskopische Struktur des porösen Knochens), der Knochenumbau (ausgeglichenes Abbauen, Erneuern und mikroskopisches Reparieren des Knochengewebes) und die Materialeigenschaften des Knochengewebes.
Wenn die Knochenqualität hoch ist, der Knochen also fest und stabil ist, ist das Risiko eines Knochenbruchs bei einem Sturz viel geringer.
Was kann ich zur Früherkennung tun?
In Deutschland leiden etwa 7 Millionen Menschen an dieser Volkskrankheit. Die meisten von ihnen sind Frauen in und vor allem nach den Wechseljahren. Jede vierte Frau über 50 leidet heute an Osteoporose. Bei Frauen nach den Wechseljahren, also etwa nach dem 55. Lebensjahr, erhöht sich das Risiko noch einmal deutlich. Osteoporose muss so früh wie möglich erkannt und behandelt werden, damit Knochenbrüche so effektiv und schnell wie möglich verhindert werden können. Zudem muss der weitere Abbau der Knochenmasse aufgehalten werden.
Wir bieten Ihnen in der Wartbergapotheke die Möglichkeit Ihre Knochendichte bestimmen zu lassen. In regelmäßigen Abständen können wir mithilfe eines bestimmten Ultraschallgerätes die Dichte Ihrer Knochen messen.
Wie kann ich Osteoporose vorbeugen?
Osteoporose ist eine ernstzunehmende, aber behandelbare Krankheit. Die Osteoporose-Behandlung steht grundsätzlich auf drei Säulen: Bewegung, d.h. alle Tätigkeiten, bei denen mein Knochen das eigene Körpergewicht tragen muss, sind gut geeignet. Dazu zählt schon Treppensteigen anstatt den Aufzug zu nehmen. Ausgewogene Ernährung mit hohem Calciumanteil, wie z. B. Käse, Milch, Joghurt, Quark, und medikamentöse Therapie. Alle diese drei Säulen sind für den Behandlungserfolg wichtig.
Als Unterstützung einer Osteoporose-Therapie hat sich eine calciumreiche Ernährung bewährt. Sehr zu empfehlen ist, zusätzlich Calcium zusammen mit Vitamin D als Nahrungsergänzung einzunehmen, um die tägliche Versorgung sicherzustellen.
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